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Roboter bei VW und Stellenaufbau bei Opel

Die Fahrzeugproduktion bei Volkswagen soll in der Zukunft laut Personalvorstand Horst Neumann größtenteils von Robotern übernommen werden. Die Fertigungsautomaten werden an den Stellen der Produktion eingesetzt, wo körperlich anstrengende Arbeit gefragt ist. Aber VW gibt Entwarnung: Mit dieser Umstellung sind keine Entlassungen verbunden. Der Grund: Viele Mitarbeiter aus den geburtenstarken Jahrgängen gehen jetzt in Rente. Die Arbeiter sollen in Zukunft höher qualifizierte Tätigkeiten übernehmen, die auch körperlich weniger belastend sind. Der Grund für die Digitalisierung ist nach Angaben des Unternehmens, dass Fertigungskosten gesenkt werden sollen.

Der Automobilhersteller Opel hingegen will in diesem Jahr mehrere hundert neue Mitarbeiter einstellen. Nach vielen Jahre der Restrukturierung geht es jetzt mit dem Konzern wieder bergauf. Tätigkeiten, die zeitweise von anderen Unternehmen durchgeführt wurden, werden jetzt wieder von Opel selbst übernommen. Damit werden allein im Werkzeug- und Prototypenbau 125 neue Stellen geschaffen.

Automobilbranche verzeichnet Wachstum in Schwellenländern – trotz rückläufiger Zahlen in Brasilien

Nach der Krise in den letzten Jahren, erholt sich der Automarkt langsam wieder. Hohe Wachstumsraten verzeichnen dabei vor allem die Schwellenländer. Der Export in Mexiko stieg nach Angaben des Automobilverbandes um 9,1 Prozent auf 2,6 Millionen Fahrzeuge und wurde somit zum siebtgrößten Hersteller auf der Welt. Anlass genug für Daimler, Audi und BMW neue Werke in Mexiko zu bauen.

In einem anderen südamerikanischen Land lief das Automobilgeschäft 2014 dagegen nicht so erfolgreich: In Brasilien sank die Produktion von Autos, Bussen und Lkws um 15,3 Prozent auf 3,14 Millionen Fahrzeuge. Die aufgrund des Rückgangs von Verkaufs- und Produktionszahlen auf dem brasilianischen Automarkt von VW angekündigten 800 Entlassungen konnten aber nach elf Tagen Streik und langen Verhandlungen mit der Gewerkschaft abgewandt werden und die Produktion läuft wieder.

Alternde Belegschaft: Volkswagen will vermehrt Roboter in der Produktion einsetzen

Mehr Roboter in der Produktion. Das verkündet VW-Personalvorstand Horst Neumann. Damit reagiert das Unternehmen auf den demografischen Wandel. In den kommenden 15 Jahren gehen rund 32.000 VW-Mitarbeiter mehr in Rente als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. „Deshalb haben wir die Möglichkeit, Menschen durch Roboter zu ersetzen und trotzdem in bisherigem Umfang Nachwuchskräfte einzustellen“, sagte Neumann in einem Gastartikel für die Süddeutsche Zeitung am 5.10.2014. „Umgekehrt könnten wir diesen Rentnerabgang auch gar nicht durch junge Mitarbeiter ersetzen.“ Die Wettbewerbsfähigkeit ist hier ausschlaggebend. Im internationalen Vergleich sind die Arbeitskosten in der deutschen Automobilindustrie wesentlich höher. Während in Osteuropa 11 Euro und in China keine 10 Euro bezahlt werden, käme man in Deutschland auf 40 Euro die Stunde. Günstiger würde die neuen Robotergenerationen sein.

Schon länger sind sich Experten sicher, dass die Mitarbeiterzahl in der Automobilindustrie in der Produktion in ganz Europa zurückgeht. In anderen Unternehmensbereichen wie der Nahtstelle aus klassischer mechanischer Produktion und Software herrscht dagegen Fachkräftemangel.

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