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Verkauf von E-Autos stagniert

Die Zulassungszahlen von Elektroautos stagnieren und liegen weit hinter dem erklärten Ziel der Bundesregierung zurück: 2020 sollten 1 Million E-Autos auf deutschen Strassen zugelassen sein. Aktuell sind es 107.754 Hybride und 18.948 Fahrzeuge mit Elektroantrieb. Angesichts von über 62 Millionen Wagen im gesamten Fahrzeugbestand machen Elektroautos gerade mal einen Anteil von 0,2 Prozent aus. Laut Politik müssten es aber achtmal so viel werden. Das Vorhaben zum grünen Stromtanken scheint damit kaum einzuhalten. Auch Branchenexperten zufolge ist dieses Ziel kaum realistisch.

Vor allem in Städten wurden batteriebetriebenen Autos große Chancen eingeräumt. Doch das sieht momentan anders aus: Laut einer aktuellen Studie des Instituts für Verkehrsforschung am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) werden E-Autos bislang vor allem als Zweitwagen genutzt. Zudem wohnen mehr als die Hälfte der privaten Nutzer von E-Autos in Gemeinden mit weniger als 20.000 Einwohnern. In einer größeren Stadt mit mehr als 100.000 Einwohnern lebt nur etwa jeder Fünfte.

Obwohl das Angebot in Deutschland mit 43 E-Modellen und 72 Hybriden derzeitig so groß wie nie ist, stagniert die Zahl der Zulassungen. Die Bundesregierung will Mitte Juni ihre aktuellen Erwartungen zum Thema Elektroauto präsentieren.

 

Neue Studie: Arbeit trotz Rente – weil’s Spaß macht

In den letzten zehn Jahren ist der Anteil der erwerbstätigen Ruheständler deutlich gestiegen, während das Rentenniveau dagegen spürbar gesunken ist.

Sind Rentner gezwungen für ausreichend Unterhalt zu arbeiten? Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hat nun die Motivationen für das Arbeiten über 65 Jahre hinaus untersucht.

Vor allem Männer, Westdeutsche und ehemals Teilzeitbeschäftigte würden mit erreichen des Rentenalters weiterhin erwerbstätig bleiben. Einen hohen Anteil haben aber auch mithelfende Familienangehörige, Selbstständige und Freiberufler. Aus der Studie geht hervor, dass für sie nicht unbedingt nur finanzielle Anreize Motivation zum Weiterarbeiten sind, sondern persönliche und soziale Bedürfnisbefriedigungen mindestens eine ebenbürtige Rolle spielen.

Oftmals fällt es Rentnern und vor allem Neurentnern schwer, das Erwerbsleben hinter sich zu lassen. Die Stufe in das klassische Rentnerdasein wird also durch Teilzeitjobs oder geringfügige Beschäftigung abgeflacht. Andere können es auch gar nicht lassen und bleiben bei einer Vollzeitbeschäftigung: Unter den in Vollzeit beschäftigten Rentnern bilden die ehemals Selbstständigen den größten Teil.

Tatsächlich gibt es einen Zusammenhang zwischen Haushaltsvermögen bzw. (Haushalts-) Renteneinkommen und der Entscheidung, auch als Ruheständler weiterhin einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Entgegen der allgemeinen Erwartung allerdings, sind nicht vorrangig von Altersarmut bedrohte Rentner auf dem Arbeitsmarkt anzutreffen, sondern vielmehr Ruheständler mit einem verhältnismäßig hohen gesetzlichen Renteneinkommen oder Vermögen.

Allerdings wurden in der Studie lediglich die Zusammenhänge im Zeitraum von 1995 bis 2012 analysiert. Zukünftige Entwicklungen des sinkenden Rentenniveaus, die Zunahme des Niedriglohnsektors oder lückenhafte Erwerbsbiografien und damit verbundene geringe gesetzliche Renten könnten zukünftige andere Motivationen für eine Erwerbstätigkeit im Rentenalter sein.

 

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