Mehr Roboter in der Produktion. Das verkündet VW-Personalvorstand Horst Neumann. Damit reagiert das Unternehmen auf den demografischen Wandel. In den kommenden 15 Jahren gehen rund 32.000 VW-Mitarbeiter mehr in Rente als im Durchschnitt der vergangenen Jahre. „Deshalb haben wir die Möglichkeit, Menschen durch Roboter zu ersetzen und trotzdem in bisherigem Umfang Nachwuchskräfte einzustellen“, sagte Neumann in einem Gastartikel für die Süddeutsche Zeitung am 5.10.2014. „Umgekehrt könnten wir diesen Rentnerabgang auch gar nicht durch junge Mitarbeiter ersetzen.“ Die Wettbewerbsfähigkeit ist hier ausschlaggebend. Im internationalen Vergleich sind die Arbeitskosten in der deutschen Automobilindustrie wesentlich höher. Während in Osteuropa 11 Euro und in China keine 10 Euro bezahlt werden, käme man in Deutschland auf 40 Euro die Stunde. Günstiger würde die neuen Robotergenerationen sein.

Schon länger sind sich Experten sicher, dass die Mitarbeiterzahl in der Automobilindustrie in der Produktion in ganz Europa zurückgeht. In anderen Unternehmensbereichen wie der Nahtstelle aus klassischer mechanischer Produktion und Software herrscht dagegen Fachkräftemangel.