Mannheim, 02. April 2012. Der Mangel an Fach- und Führungskräften in Deutschland entwickelt sich immer mehr zu einem ernst zu nehmenden Problem und bleibt ein wichtiges Thema in Politik, Forschung und Medien. „Wir sehen die ersten Anzeichen eines Fachkräftemangels, der dieses Land stärker verändern wird, als die Krise es getan hat. Den Silberschatz des Alters zu entdecken, wird die Herausforderung der nächsten Jahre sein“, teilte Bundesarbeitsministerin von der Leyen kürzlich in den Medien mit. Auch die OECD warnt in ihrem aktuellen Wirtschaftsbericht vor einer Schwächung der deutschen Wirtschaft durch eine alternde Gesellschaft und einen zunehmenden Fachkräftemangel. Die Erwerbstätigenzahl nimmt laut Prognose ab 2016 bis 2025 jährlich um rund 0,5 Prozent ab. Als Gegenmaßnahmen empfehlen die OECD-Experten mehr Beschäf-tigungsanreize für Ältere und Frauen. Laut FORSA-Umfrage bestätigen acht von zehn Personalchefs, dass die Rekrutierung von Fachkräften in den letzten Jahren schwieriger geworden ist. Dabei sind große Unternehmen stärker betroffen, da komplexe Strukturen mehr Führungspersonal bedingen. Die Ursachen für Deutschlands Fach- und Führungskräftemangel sind vielschichtig. Sie liegen einerseits in der Bildungs- und Hochschulpolitik und andererseits gibt es im Zuge des demografischen Wandels immer weniger qualifizierten Nachwuchs, der durch Ruhestand entstehende Stellen besetzen kann. Entsprechend verstärkt der Demografiewandel die speziellen Arbeitsmarktprobleme durch Fach- und Führungskräftemangel Jahr für Jahr. Das schwächt zwar kurzfristig nur einzelne Unternehmen und Branchen, aber langfristig betreffen die wirtschaftlichen Auswirkungen alle.

Eine Gesellschaft wird alt

Eine sehr niedrige Geburtenrate beschert Deutschland eine sinkende Bevölkerungszahl und die steigende Lebenserwartung lässt die Bevölkerung im Durchschnitt immer mehr altern. Laut Statistischem Bundesamt wird die Einwohnerzahl in Deutschland von heute rund 82 Millionen bis zum Jahr 2050 unter die 75 Millionen-Marke fallen. Gleichzeitig steigt das voraussichtliche Durchschnittsalter in der Jahrhundertmitte auf rund 50 Lebensjahre an und jeder dritte Einwohner wird 65 oder älter sein. Seit 2010 lag die Zahl der potenziellen Ruheständler in Europa erstmals über der Zahl der potenziellen Berufs-einsteiger. Die zusätzlichen voraussichtlichen Belastungen der Sozialsysteme bestimmen seit Jahren die politische Agenda. Insbesondere das staatliche Alters-vorsorgesystem und die Krankenkassen sind vom Demografiewandel betroffen, aber auch Auswirkungen an der Börse und in der Wirtschaftsstruktur sind zu erwarten. Analysen wie die High Potentials Studie 2012 bestätigen Effekte auf dem Arbeitsmarkt: In einzelnen Branchen entsteht ein merklicher Nachwuchs- und Fachkräftemangel, wobei zahlreiche Firmen inzwischen auch bei der Rekrutierung von Führungskräften Engpässe und verlängerte Suchzeiten melden.

Demografische Auswirkungen am Arbeitsmarkt

Unternehmen stehen durch diesen großen Wandlungsprozess ernsten Problemfeldern gegenüber: Schon heute klagen einige Branchen über fehlendes Personal mit passender Qualifikation und Berufserfahrung für leitende Aufgaben. Seit 2011 gelten insbesondere Mathematiker, Ingenieure und Naturwissenschaftler als ausgesprochen selten. Hierzu verkündet der Verband Deutscher Ingenieure (VDI) für Juni 2011 den historischen Höchststand einer Ingenieurslücke von 76.400 vakanten Stellen. In den nächsten zehn Jahren wechselt die sogenannte Baby-Boom-Generation zahlreich in den Ruhestand. Das Führungs-, Erfahrungs- und Fachwissen dieser bewährten Mitarbeiter geht den Unter-nehmen dann verloren. Auch in der Automobil- und Zuliefererindustrie, der bedeutendste Industriezweig Deutschlands, sind die Auswirkungen des demografischen Wandels immer mehr zu spüren. Vor allem die mittelständischen Automotive-Unternehmen und Zulieferer-betriebe können sich im Wettbewerb um die besten Köpfe nur schwer gegen die großen Konzerne durchsetzen. Diese buhlen mit bekanntem Firmennamen und attraktiven Standort um Top-Manager und Experten. Schon jetzt ist ersichtlich, dass die Ressourcen-knappheit auf Personalebene zu weniger Forschungstätigkeiten und einer sinkenden Innovationsrate führt. Gerade die mittelständischen Unternehmen, die als Innovations-beschleuniger und Jobmotor der Branche gelten, verlieren dadurch ihre Wettbewerbs-fähigkeit. Deutschland ist der drittgrößte PKW-Produzent der Welt und nach dem Wert des PKW-Exports gemessen seit Jahren sogar PKW-Exportweltmeister. Es besteht unbedingt Handlungsbedarf bei der wettbewerbsintensiven Automobilindustrie, dass das auch in Zukunft so bleibt. Sicherlich können das gezielte Anwerben von Fachkräften aus dem Ausland, überlegte Investitionen in Bildung und Hochschulen oder der flexiblere Einsatz vorhandener Mitarbeiter die Lage partiell etwas entspannen. Jedoch schützen all diese Maßnahmen nicht vor dem Verlust des Führungs- und Erfahrungswissens, der in den Ruhestand wechselnden Experten.

ASE – Branchenprofis im Ruhestand als Interim Manager

Demografiewandel sowie Fach- und Führungskräftemangel eröffnen aber auch neue Perspektiven und Chancen. Einen Lösungsansatz bietet ASE – Automotive Senior Experts durch die Vermittlung bereits im Ruhestand befindlicher Manager und Experten aus der Automobilbranche. Bei besonderem Ressourcen- und Kompetenzbedarf in Unternehmen der Automobil- und Zulieferindustrie vermittelt ASE praxiserprobte Senior Experten als Interim Manager. Automotive-Unternehmen können somit kritische Vakanzen und Personalengpässe kurzfristig überbrücken. Auch können sie mit Hilfe der ASE Experten fehlende Kapazitäten im Projektmanagement oder Change-Management temporär besetzen. Diese Manager und Experten blicken auf eine erfolgreiche Karriere in der Automotive-Branche zurück und schöpfen aus ihren Jahrzehnten Berufserfahrung. Sie möchten ihrer Berufung auch noch im Ruhestand folgen. Die Senior Experten stehen für befristete Projekte im In- und Ausland zur Verfügung und übertragen während der Projekte einen Teil ihres Könnens auf die jüngeren Projektmitarbeiter. ASE ist mit über 1.400 Experten das größte Vermittlungsportal mit einer Spezialisierung auf Unternehmen aus der Zuliefer- und Automobilindustrie.

Mit 66 Jahren fängt das Leben erst an

Heutzutage gestalten viele Ruheständler ihren Lebensabend wesentlich aktiver als noch vor einem halben Jahrhundert. Einige der jungen Alten wollen sogar auch nach ihrer Karriere noch im Berufsleben mitmischen und ihr Erfahrungswissen weitergeben. Es fällt ihnen schwer, das Ruder aus der Hand zu geben. Laut Statistischem Bundesamt wächst die Ü60-Gruppe bis 2015 auf über 22,5 Millionen Menschen und stellt dann mit 27,1 Prozent mehr als ein Viertel der deutschen Gesamtbevölkerung. Die heutige Generation Silber ist einfach vitaler und gesünder als es noch ihre Eltern oder Großeltern im gleichen Alter waren. Die Ursachen liegen in einer bewussteren Lebensweise mit ausgewogener Ernährung, gesundheitsorientiertem Sportprogramm und ungebrochener Unterneh-mungslust. Natürlich tragen auch Wohlstand und medizinischer Fortschritt dazu bei, dass die Menschen immer älter werden. Der Vorsprung biologischer und mentaler Jugend im hohen Alter äußert sich unmissverständlich im Wachstum dieser Gruppe. Innerhalb der Generation 60 plus wächst der Anteil der über 70-Jährigen bis 2015 auf 57 Prozent. Zudem erhöhte sich die Lebenserwartung der Ü60 seit 1970 um rund fünf Prozent, Tendenz steigend, prognostiziert das Marktforschungsinstitut GfK.

Über ASE Automotive Senior Experts – Interim Management by Retired Professionals

ASE Automotive Senior Experts ist das größte Vermittlungsportal für hochqualifizierte und operativ erfahrene Führungskräfte im Ruhestand, die ihre berufliche Karriere schwer-punktmäßig in renommierten Unternehmen der Automotive Branche (Automobil- und Zulieferindustrie) absolviert haben. Seit 2009 stellt das Portal mit Sitz in Mannheim Firmen aus der Automobilindustrie mit besonderen Ressourcen- und/oder Kompetenzbedarf diese praxiserprobten Senior Experten als Interim Manager kurzfristig und unkompliziert zur Verfügung. Gründer und Geschäftsführer ist Steffen Haas. Mehr Informationen unter: http://www.ase-automotive.com

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