Monat: Oktober 2015

Mehr Erfolg durch Vielfalt in der Mitarbeiterstruktur

Obwohl die Arbeitswelt sich stetig verändert, arbeiten Frauen nach wie vor in charakteristischen Frauenberufen und Männer in Männerberufen. Das hat eine Studie des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) herausgefunden. Die Versuche, Frauen vermehrt an technische Arbeitsgebiete heranzuführen und Männer stärker für Pflegeberufe zu begeistern, verliefen bisher mit wenig Erfolg: Seit Mitte der 1970er Jahre ist die Zahl der Frauen in Frauenberufen nur um vier Prozent zurückgegangen.

Weitere Untersuchungen belegen, dass Vielfalt aber vor allem aus Unternehmersicht ein hohes Gut ist. Eine ausgewogene Mischung in Bezug auf Geschlecht, Alter, Studienrichtung und Nationalität stärkt den Zusammenhalt im Team. Zudem erwirtschaften Firmen mit gemischten Teams höhere Erträge, vor allem dann, wenn Frauen im Vorstand sind. Hier zu investieren lohnt sich. Zum einen verfügen gemischte Teams von Natur aus über eine größere Bandbreite. Zum anderen wäre ein größerer Frauenanteil in allen Bereichen und Branchen von Vorteil, da mehr als die Hälfte aller Uniabsolventen Frauen mit zum Teil sehr guten Abschlüssen sind.

Um ihre Attraktivität für Frauen zu steigern, bieten einige Unternehmen flexible Arbeitszeiten an. Die Kombination von Job und Familienleben kann so besser vereinbart werden. Gleichzeitig wird gezielt nach entsprechenden weiblichen Fachkräften gesucht, indem spezielle Recruiting-Veranstaltungen für Studentinnen und Absolventinnen organisiert werden. In Anbetracht des demografischen Wandels, dem Fachkräftemangel und den überwiegend weiblichen Hochschulabsolventen müssen Unternehmen zunehmend Frauen einbeziehen.

Automobilbranche: Optimierungsbedarf bei Online-Kontakt mit Kunden

Um potenzielle Kunden zu gewinnen, ist eine zügige Bearbeitung von Anfragen essentiell. In der Automobilbranche hat sich auf diesem Gebiet im Vergleich zu 2014 viel verbessert. Das zeigt eine Studie, die mit 14 Herstellern, die auf dem deutschen Markt tätig sind, durchgeführt wurde. Dabei wurden die Websiten der Hersteller bewertet und mehrere Anfragen für eine Probefahrt auf verschiedenen Online-Kanälen gestellt. Nach wie vor bestehe aber Optimierungsbedarf, da Interessenten bei einigen Kanälen mehrere Tage auf eine Antwort warten müssen.

Die Kontaktaufnahmemöglichkeiten über die Websiten wurden laut Studie im Vergleich zum Vorjahr optimiert. Auf den meisten Seiten gibt es Buttons zur Anfrage von Probefahrten für die Kunden und 93 Prozent aller OEMs haben solche Buttons zur Kontaktaufnahme auch auf ihren Landingpages eingebaut. Die Social Media Plattformen werden in der Automobilbranche ebenfalls zur Kommunikation genutzt. Auf Facebook-Anfragen wird durchschnittlich innerhalb von sechs Stunden geantwortet. Anders verhält es sich bei Twitter: Wurden Anfragen über den Kurznachrichtendienst im vergangenen Jahr noch zu zwei Drittel beantwortet, erfolgt nun gar keine Reaktion der OEMs.

Der Kontakt zwischen Hersteller und Händler birgt laut Studie das größte Optimierungspotential. Obwohl sich der Zeitraum der Beantwortung von Anfragen für Probefahrten über die offizielle Website eines Automobilherstellers zum Vorjahr von durchschnittlich fünf auf 1,5 Tage deutlich beschleunigt hat, werden 21 Prozent der an die Händler weitergeleiteten Anfragen überhaupt nicht beantwortet. Wird jedoch der Händler direkt über seine Website angesprochen, erhält der Interessent bereits nach durchschnittlich drei Stunden eine Rückmeldung.

 

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