Monat: März 2015

Neue Studie: Arbeit trotz Rente – weil’s Spaß macht

In den letzten zehn Jahren ist der Anteil der erwerbstätigen Ruheständler deutlich gestiegen, während das Rentenniveau dagegen spürbar gesunken ist.

Sind Rentner gezwungen für ausreichend Unterhalt zu arbeiten? Eine aktuelle Studie des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA) hat nun die Motivationen für das Arbeiten über 65 Jahre hinaus untersucht.

Vor allem Männer, Westdeutsche und ehemals Teilzeitbeschäftigte würden mit erreichen des Rentenalters weiterhin erwerbstätig bleiben. Einen hohen Anteil haben aber auch mithelfende Familienangehörige, Selbstständige und Freiberufler. Aus der Studie geht hervor, dass für sie nicht unbedingt nur finanzielle Anreize Motivation zum Weiterarbeiten sind, sondern persönliche und soziale Bedürfnisbefriedigungen mindestens eine ebenbürtige Rolle spielen.

Oftmals fällt es Rentnern und vor allem Neurentnern schwer, das Erwerbsleben hinter sich zu lassen. Die Stufe in das klassische Rentnerdasein wird also durch Teilzeitjobs oder geringfügige Beschäftigung abgeflacht. Andere können es auch gar nicht lassen und bleiben bei einer Vollzeitbeschäftigung: Unter den in Vollzeit beschäftigten Rentnern bilden die ehemals Selbstständigen den größten Teil.

Tatsächlich gibt es einen Zusammenhang zwischen Haushaltsvermögen bzw. (Haushalts-) Renteneinkommen und der Entscheidung, auch als Ruheständler weiterhin einer Erwerbstätigkeit nachzugehen. Entgegen der allgemeinen Erwartung allerdings, sind nicht vorrangig von Altersarmut bedrohte Rentner auf dem Arbeitsmarkt anzutreffen, sondern vielmehr Ruheständler mit einem verhältnismäßig hohen gesetzlichen Renteneinkommen oder Vermögen.

Allerdings wurden in der Studie lediglich die Zusammenhänge im Zeitraum von 1995 bis 2012 analysiert. Zukünftige Entwicklungen des sinkenden Rentenniveaus, die Zunahme des Niedriglohnsektors oder lückenhafte Erwerbsbiografien und damit verbundene geringe gesetzliche Renten könnten zukünftige andere Motivationen für eine Erwerbstätigkeit im Rentenalter sein.

 

Personalrecruiting News: ganze Teams stehen im Focus der Headhunter

Eine Umfrage ergab, dass in der Personalgewinnung vermehrt neue Wege beschritten werden: Ist der Mangel an geeigneten Mitarbeitern besonders hoch, werden auch ganze Teams, statt einzelner Köpfe angesprochen, um sie zu einem Wechsel zu bewegen. Besonders IT-Unternehmen nutzen das so genannte Teamhunting bereits: Jedes sechste gibt an dieses Tool der Personalgewinnung zu nutzen, konkret zu planen oder zumindest zu erwägen. Allerdings ist bei mehr als drei Viertel der befragten Unternehmen das Konzept Teamhunting noch unbekannt. Der Vorteil von Teamhunting sei vor allem die verkürzte Einarbeitungszeit. Das Thema Teamhunting ist allerdings auch umstritten: Bei jedem fünften Unternehmen gäbe es ethische und moralische Vorbehalte.

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