Monat: November 2014

Team-Kommunikation: Jung und Alt kommunizieren unterschiedlich

Kurz, knapp und klar ist das Kommunikationsverhalten von jungen Mitarbeitern. Die ältere Generation hingegen kommuniziert eher weitschweifend und persönlich. Das ergab eine aktuelle Studie des bso Verbandes.

Die Zusammenarbeit von unterschiedlichen Generationen hat sich im Arbeitsalltag bewährt und die unterschiedlichen Lebenserfahrungen ergänzen sich. Auf der anderen Seite können die verschiedenen genutzten Kommunikationswege auch zu Missverständnissen und Problemen führen. Laut der Umfrage haben die ungleichen Kommunikationsweisen bei immerhin 12 Prozent aller Unternehmen eine negative Auswirkung bei der Zusammenarbeit zwischen Jung und Alt.

Junge Mitarbeiter sind meist in der digitalisierten Welt zuhause und nutzen daher gerne E-Mail oder Plattformen, um andere und mehrere Mitarbeiter gleichzeitig zu erreichen. Ältere Arbeitnehmer würden tendenziell lieber zum Telefon greifen und die gewünschte Person persönlich ansprechen.

In der Studie des bso wurden 450 Personalleiter und Geschäftsführer mit direkter Personalverantwortung, sowie 1.003 Arbeitnehmer im Bürobereich zu diesem Thema befragt. Es hat sich gezeigt, dass 40 Prozent aller befragten Personalleiter beobachten konnten, dass die unterschiedlichen Generationen gelegentlich aneinander vorbeireden würden. Die konkret ausgesprochenen Anliegen und Wünsche der Arbeitnehmer unter 30 Jahren stießen bei Älteren oft auf Ablehnung. Umgekehrt sei das Anliegen der älteren Mitarbeiter nicht selten zu ausführlich und wird daher als zeitraubend empfunden.

Studie zeigt: Deutsche wollen länger arbeiten, weil es Spaß macht

Die Deutschen können sich vorstellen, länger als bis 63 zu arbeiten. Das zeigt eine aktuelle Forsa-Umfrage.

Deutschland altert. Diese demografische Entwicklung ist Fakt und das deutsche Rentensystem müsse sich grundlegend ändern – meinen immerhin 61 Prozent der Befragten – damit es den Herausforderungen einer alternden Gesellschaft gewachsen wäre. So hält die überwiegende Mehrheit auch in der Zukunft ein Arbeiten über das gesetzliche Rentenalter für wichtig und richtig. Die Annahme von Politikern und Gewerkschaftern, dass der Ruhestand für alle Arbeitnehmer die Erfüllung aller Sehnsüchte wäre, scheint veraltet: Vor allem die jüngeren und die gut ausgebildeten sähen für sich keine Rente ab 63 Jahren. Sie wollen länger arbeiten und das nicht nur aus finanziellen Gründen, sondern weil die Arbeit Spaß mache. Der Job bedeute für sie vor allem Teilhabe.

Angesichts des Fachkräftemangels wäre es auch für Unternehmen von großem Interesse, ältere Mitarbeiter am Arbeitsmarkt zu halten – so blieben Wissen und Fähigkeiten im Unternehmen erhalten und könnten weiter gegeben werden.

In Deutschland in Rente, in China gefragt

In Deutschland wäre er bereits in Rente. Auf dem Abstellgleis wollte Gert Hildebrand mit Anfang 60 nicht landen und nahm einen neuen Job in China an. Heute ist er Chefdesigner von Qoros, einem Startup der chinesischen Autoindustrie.

Der Artikel von Markus Fasse ist am 31. Oktober 2014 auf handelblatt.com erschienen.
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