Monat: April 2012

Artikel in der Westfälischen Rundschau

vom 03.04.2012

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Demografiewandel verstärkt Deutschlands Fach- und Führungskräftemangel: Neue Ideen als Chance

Mannheim, 02. April 2012. Der Mangel an Fach- und Führungskräften in Deutschland entwickelt sich immer mehr zu einem ernst zu nehmenden Problem und bleibt ein wichtiges Thema in Politik, Forschung und Medien. „Wir sehen die ersten Anzeichen eines Fachkräftemangels, der dieses Land stärker verändern wird, als die Krise es getan hat. Den Silberschatz des Alters zu entdecken, wird die Herausforderung der nächsten Jahre sein“, teilte Bundesarbeitsministerin von der Leyen kürzlich in den Medien mit. Auch die OECD warnt in ihrem aktuellen Wirtschaftsbericht vor einer Schwächung der deutschen Wirtschaft durch eine alternde Gesellschaft und einen zunehmenden Fachkräftemangel. Die Erwerbstätigenzahl nimmt laut Prognose ab 2016 bis 2025 jährlich um rund 0,5 Prozent ab. Als Gegenmaßnahmen empfehlen die OECD-Experten mehr Beschäf-tigungsanreize für Ältere und Frauen. Laut FORSA-Umfrage bestätigen acht von zehn Personalchefs, dass die Rekrutierung von Fachkräften in den letzten Jahren schwieriger geworden ist. Dabei sind große Unternehmen stärker betroffen, da komplexe Strukturen mehr Führungspersonal bedingen. Die Ursachen für Deutschlands Fach- und Führungskräftemangel sind vielschichtig. Sie liegen einerseits in der Bildungs- und Hochschulpolitik und andererseits gibt es im Zuge des demografischen Wandels immer weniger qualifizierten Nachwuchs, der durch Ruhestand entstehende Stellen besetzen kann. Entsprechend verstärkt der Demografiewandel die speziellen Arbeitsmarktprobleme durch Fach- und Führungskräftemangel Jahr für Jahr. Das schwächt zwar kurzfristig nur einzelne Unternehmen und Branchen, aber langfristig betreffen die wirtschaftlichen Auswirkungen alle.

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